Temperatursensoren in den AIOs verbauen.

Zerberus

Member
Einer der großen Vorteile einer Wasserkühlung ist meiner Meinung nach die Möglichkeit die Lüfter anhand der Wassertemperatur zu regeln.

Während man sowas bei einer Custom WaKü einfach mit einplant und entsprechende Sensoren verbaut, ist das bei den AIO nicht ganz so einfach.

Theoretisch könnte man auch bei einer AIO zusätzlich ein Sensor an den Kühler oder Radiator schrauben, aber dann muss AIO auch wieder aufgefüllt werden, da das nicht ohne Verluste möglich ist. Eventuell traut sich der User das auch einfach nicht.

Mögliche Lösungen:
  • Standardmäßig ein Sensor wie den 17363 mit verbauen.
  • Einen Sensor Fest in der Pumpenkombo verbauen
  • Eine Position in der AIO einplanen, in der zum Beispiel ein 17597 eingeschraubt werden kann. Die Position müsste zum einschrauben der höchste Punkt sein um keine Flüssigkeit zu verlieren, aber im verbauten Zustand immer unter Wasser stehen.
  • Ein Quick Connector Element, dass man über die vorhanden Schnellverschlüsse mit in den Kreislauf nimmt. Müsste vorbefüllt sein oder etwas Kühlmittel und eine Anleitung beiliegen, wie man den Kreislauf wieder auffüllt.
Gerade bei dem Temperaturverhalten der aktuellen CPUs wäre das doch ein klarer Vorteil und Kaufgrund.
 

Thomas_S

... the nice marketing guy next door
Staff member
Der Kaufgrund ist ohnehin gegeben! ;-) ... auch ohne Sensor, weil unsere AiOs machen ja das was sie sollen - GPU bzw. CPU kühlen. Außerdem bekommst du ja mit dem Erwerb der aktuellen AiOs (Core CPU AiO ausgenommen) quasi kleine erweiterbare "DIY Custom Loops". Die AiOs sind dafür ausgelegt, dass noch zusätzliche Bauteile eingefügt werden können, wenn gewünscht. So auch ein Temperatursensor.

Ein Gegenargument zu deinem Wunsch ist z.B. dass viele Nutzer einfach auch nur feste RPMs der Lüfter festlegen und/oder gerade durch den Erwerb einer AiO den günstigeren Preis im Vergleich zum Custom Loop nutzen wollen. Mit Integration Sensor steigt natürlich der Preis und wir vergraulen dann genau diesen Kunden.

Wie du siehst, es gibt soviele Dinge die da zu bedenken sind! ;-) Aber trotzdem immer schön zu sehen, wie sich Forums User Gedanken machen! :)
 

Zerberus

Member
Die AIOs sind im jetzigen zustand keineswegs schlecht, das stimmt schon, aber insgesamt sehe ich das trotzdem anders.

Wenn keine Last auf den Komponenten ist und man irgendeine ehr ruhige Arbeit am PC macht, dann ist es eben schöner, die Lüfter noch langsamer laufen zu lassen und den PC damit lautlos zu betreiben. Über die Wassertemperatur lässt sich sowas dann einfach am schönsten steuern.

Und natürlich ist die Erweiterbarkeit und die Nutzung von normalen 1/4 Zoll Gewinden ein großer vorteil, den ich bei den Alphacool AiOs sehr gut finde, Dennoch möchte ein normaler Nutzer seine neu gekaufte AiO sicher nicht erstmal "auf machen", einen Sensor dazu bauen und alles neu befüllen. Die Garantie geht dabei eventuell auch verloren.

Der initale Aufwand so einen Sensor direkt mit in der Pumpenkombo zu verbauen mag höher sein, die Kosten für den Sensor selber sind dann aber relativ gering und die Usability für den Nutzer so viel besser.

Im Optimalfall steckt man ein 2 Pin Kabel an die pumpe und verbindet es mit dem Temp Header am Mainboad, leichter geht es ja nicht.

Man hätte hier auf jeden fall ein Merkmal, dass viele andere AiOs nicht bieten um sich so um sich aus Sicht der Features vor diese zu Setzen hat kein Nachteil mehr gegenüber den AiOs, die bereits ein Sensor verbaut haben.

Auch wenn ich die Kundenmeinungen anderer hier nicht kenne, bin ich doch der Meinung, dass dieser schritt selbst bei einem etwas höheren Preis positiv aufgenommen wird, da sich die Produkte ohnehin ich an Leute richtig, die eine möglichst günstige AiO möchten, sonder mehr an Leute die sich Informieren, gute Qualität und sinnvolle Features möchten.
 

Eddy

Iceman
Staff member
Der AIO Markt ist ein gänzlich anderer als der DIY Markt. Selbst im DIY Markt sind Sensoren eher ein Nischenprodukt in der Nische. Gemessen an den Verkaufszahlen von DIY Komponenten und Sensoren dürfte nur einer von ca. 100 Kunden einen Sensor verbauen. Im AIO Markt ist die Nachfrage dafür quasi kaum bis gar nicht vorhanden. Der AIO Markt ist auch wesentlich Kostensensitiver. 5€ mehr und deine AIO wird deutlich schlechter verkauft.
Features einzubauen wäre grundlegend gar kein Problem, aber die Nachfrage ist nahezu 0 nach solchen Features. Wir sehen ja auch Verkaufszahlen von anderen Herstellern und die Zahlen zeigen das sehr deutlich.
Und grade bei einer CPU AIO kannst du einfach nach CPU Temperatur regeln. Das lässt sich sogar wesentlich genauer und besser regeln als nach der Wassertemperatur, weil die Wassertemperatur deutlich weniger schwankt als die CPU Temperatur. Man kann also die Staffelung der Lüfterdrehzahl viel feiner konfigurieren wenn die Temperaturunterschiede zwischen Idle, geringer Last, Teillast und Vollast größer ist im Bios oder per Software. Es macht wenig Sinn bei einer AIO nach Wassertemperatur zu regeln.
 

Zerberus

Member
Kann schon gut sein, dass das Thema zu speziell ist und daher auf wenig Interesse trifft. Liegt vielleicht auch ein Stück an der Unwissenheit der Kunden um die Vorteile.

Dass es besser ist die Lüfter direkt über die CPU Temperatur bzw. dass die Steuerung über die Wassertemperatur wenig Sinn macht sehe ich aber ganz anders.

Mit einer Wasserkühlung Interessiert es mich ja eigentlich überhaupt nicht, wie heiß genau die CPU gerade genau ist (solange sie nicht überhitzt und drosselt). Es geht ja nur darum, dass die Hitze der CPU durch die Cold Plate ans Wasser abgegeben und dass das Wasser kalt genug ist um die Hitze noch aufzunehmen. Im Gegensatz zu einem Luft Kühler ist der ganze Vorgang doch viel zu Träge als dass eine Direkte Steuerung über die CPU Temperatur Sinn macht. Diese Trägheit, ist sogar der Vorteil des Ganzen, da Temperatur Spikes einfach "verschluckt" werden und die Lüftersteuerung die Lüfter nicht sinnlos aufjaulen lässt.

Es ist also meiner Meinung nach genau das Gegenteil der Fall, man muss eigentlich nur dafür sogen, dass das Wasser genug Wärmekapazität hat und durch die Trägheit können die Lüfter viel sanfter gesteuert werde.

Wenn das ganze auf Kaufmännischer Sicht kein Sinn macht, dann ist das wohl einfach so. Aus Technischer Sicht macht das auf jeden fall Sinn.
 

Eddy

Iceman
Staff member
Aus technischer Sicht, stimme ich dir durchaus zu. Es gibt sehr viel das man integrieren könnte das Sinn machen würde. Aber die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wir haben aus der Vergangenheit teilweise sehr hart lernen müssen. Denn bei uns sind die meisten eher technisch veranlagt, ganz besonders unser CEO, und würden gerne viel mehr machen und einbauen. Aber das waren meist die Produkte die sich nicht verkauft haben.
 

Zerberus

Member
Letztendlich ist es mir persönlich ja auch relativ egal, da ich kein Problem damit habe, einen Sensor selber zu verbauen.
Finde es nur irgendwie schade, dass so eine gute und einfache Möglichkeit zur Lüftersteuerung es nicht in ein finales Produkt schafft.

Vielleicht findet sich ja irgendwann doch mal eine schöne Lösung, das ganze als Zubehör anzubieten, für das man den Loop nicht öffnen muss.

Eigentlich würde sogar nur eine freie Stelle an einem Fitting reichen, über die eine Plastik oder Gummi Kappe kommt. Dann könnte man die Kappe hoch ziehen, den Sensor platzieren und mit der Kappe in Position halten / einklemmen.

So könnte man ein Sensor als Zubehör anbieten, ohne die Kosten großartig zu beeinflussen.
 

Andi197

Member
Hey zusammen, ich sehe das wie Zerberus, kann aber auch euch (Alphacool) verstehen. Ich bin mir sicher das die meisten die eine AIO kaufen, lediglich mehr Performance/leisere kühlung wollen. Da kann ich den 5€ Unterschied sehr gut nachvollziehen.
Habe vorhin eine eisbär Pro 240 verbaut, und finde den Punkt von Zerberus echt interessant. Einfach den Sensor in den Fill-Port stecken. Also so einer in männlicher Form, ihr wisst schon :p viele neue Mainboards haben ja schon temperatursensoranschlüsse. Das sollte man gut ergänzen können.
Mir geht es auch so: bei einer AIO ohne Sensor bin ich immer nervös was Temperatur angeht. Ich meine gelesen zu haben, zulässig ist eine Temperatur von bis zu 50°C, aber was passiert wenn der PC was rechnet und diese Grenze überschritten wird? Wie schnell muss ich die lüfter laufen lassen bei einer festen Drehzahl das diese Temperatur nie erreicht werden kann bei 250W abwärme?

Man ich würde mich gerne bei euch bewerben als Teamleiter Technik was derzeit ausgeschrieben ist haha. Stelle mir das echt interessant vor, wäre aber zu weit weg.

Schöne Weihnachten euch :)
 

Eddy

Iceman
Staff member
Mir wäre kein einziger Fall bekannt wo die Wassertemperatur einer AIO zu hoch gewesen wäre. Zugelassen ist grundsätzlich alles bis 60° Wassertemperatur. Es spielt keine Rolle ob die CPU 90 oder 100° hat, das Wasser wird in einer AIO nie über die 60° hinaus gehen. Dazu geben CPUs gar nicht genug Wärmeenergie ab. Die hohen Temperaturen auf den aktuellen CPUs kommen weniger durch die hohe Abwärme zustanden sondern weil die CPU Hersteller sich keine Gedanken darüber machen, wie die Wärme am besten an einen Kühler übertragen werden soll.
Bei den AMD AM5 CPUs hat man einen 3mm dicken Heatspreader drauf gepackt. Die Wärmeübertragung durch diese 3mm ist extrem schlecht. Daher laufen die CPUs auch mit 80-95° unter Vollast. Bei den aktuellen Intel wird extrem viel Wärme auf einer winzigen Fläche abgegeben und dann auch noch mehr schlecht als recht verteilt auf der Fläche. Dazu kommen noch krumme und schiefe Heatspreader die das Ganze nochmals erschweren.
Mals als vergleich. Im Serversegment kühlen wir mit einem 360mm Radiator 1500W problemlos mit Lüftern die lediglich auf 1500rpm laufen. Weil dort die CPUs die Wärme auf einer großen Fläche abgeben und dadurch die Wärmeübertragung sehr gut funktioniert. Die CPUs haben teilweise weit über 300W Abwärme und kommen nicht über 70° hinaus. Selbst dort erreichen wir keine Wassertemperatur von 60° trotz 1500W die abgeführt werden.
 

Andi197

Member
Wow! Die Werte hätte ich nie für möglich gehalten :O na dann bin ich beruhigt. Dann kann man ja die Lüfter schön leise laufen lassen ohne sich Gedanken über die Wassertemperatur machen zu müssen :)
Danke für den Einblick :)
 

Zerberus

Member
Bei den AMD AM5 CPUs hat man einen 3mm dicken Heatspreader drauf gepackt. Die Wärmeübertragung durch diese 3mm ist extrem schlecht. Daher laufen die CPUs auch mit 80-95° unter Vollast. Bei den aktuellen Intel wird extrem viel Wärme auf einer winzigen Fläche abgegeben und dann auch noch mehr schlecht als recht verteilt auf der Fläche.
Einer der Hauptgründe, warum ich lieber anhand der Wassertemperatur steuere.
Vielleicht kommt der Großteil der Nutzer ja auch irgendwann dahinter, welche Vorteile das bringt, so dass entsprechende Produkte sinnvoll umsetzbar sind.

Gab ne lange Zeit, da war ich der Meinung, dass eine AiO/Wasserkühlung auf der CPU im normalen betrieb keine Vorteile biete, aber Intel und AMD haben es geschafft, dass ich meine Ansicht dazu ändere.

Wüsche euch ein schönes Wochenende und frohe Weihnachten 🎄🎅🎄
 

Eddy

Iceman
Staff member
Grade bei den AMD CPUs würde ich definitiv nicht nach Wassertemperatur regeln wollen. Hier würde ich definitiv klar nach CPU Temperatur gehen. Diese wird immer bei 90-95° landen. Dann muss man aber schauen, dass man die Lüfter so regelt, dass der Boosttakt der CPU gehalten wird. Das wird man nicht über die Wassertemperatur vernünftig regeln können.
Eigentlich machen Intel und AMD aktuell eine Regelung über die Wassertemperatur eigentlich unmöglich. Das ging noch super mit den letzten Generationen.
 

Zerberus

Member
Grade bei den AMD CPUs würde ich definitiv nicht nach Wassertemperatur regeln wollen. Hier würde ich definitiv klar nach CPU Temperatur gehen. Diese wird immer bei 90-95° landen. Dann muss man aber schauen, dass man die Lüfter so regelt, dass der Boosttakt der CPU gehalten wird. Das wird man nicht über die Wassertemperatur vernünftig regeln können.
Eigentlich machen Intel und AMD aktuell eine Regelung über die Wassertemperatur eigentlich unmöglich. Das ging noch super mit den letzten Generationen.
Kann deinen Gedanken wirklich nicht folgen. Die Temperatur des Wassers schwankt doch garnicht so sehr und vor allem nicht so schnell.
Wenn das Wasser zum Beispiel 30 °C hat und damit dann die Wärmekapazität des Wassers ausreichend groß ist damit auch locker der Boosttakt gehalten werden kann, dann bringt die das steuern nach CPU Temperatur doch garnichts.

Bei einem Luftkühler macht das sinn, da über die Heatpipes ein sehr schneller Wärmeaustausch stattfindet und sich eine höhere Lüfterdrehzahl quasi direkt auswirkt. Bei einer Wasserkühlung ist dieser ganze Vorgang langsamer. Die Wassertemperatur steigt garnicht so schnell an wie die Lüfter dann regeln würden, wodurch es zwar lauter wird, aber letztendlich kaum ein Effekt bei der Kühlung erzielt wird.

Natürlich kann man sagen, wenn die CPU heißer wird, dann liegt auch last an und dadurch wird eben das Wasser wärmer. Langfristig und bei halbwegs gleichmäßiger last bringen die schneller laufenden Lüfter dann auch wieder ein positiven Effekt und senken die Wassertemperatur.

Aber der Punkt auf den ich hinaus will ist einfach der, dass einzig und allein die Wassertemperatur bestimmt, wie gut die Wärme abgeführt werden kann.

Die CPU Taktet nicht besser, weil die Lüfter schneller drehen, sondern weil das Wasser eine niedrige Temperatur hat wodurch die Wärme effektiver von der Cold Plate des Kühlers in das Wasser übertragen werden kann.

Also muss es ja zwangsläufig auch sinnvoller sein, die Steuerung anhand der Wassertemperatur vorzunehmen statt anhand der CPU Temperatur.

Wenn meine Wassertemperatur passt, dass haben mein 13700k und die 4090 (die beide im loop hängen) auch immer gute Temperaturen, solange der Block ordentlich funktioniert und nicht verstopft ist oder ähnliches.
 

Eddy

Iceman
Staff member
Kann deinen Gedanken wirklich nicht folgen. Die Temperatur des Wassers schwankt doch garnicht so sehr und vor allem nicht so schnell.

Das ist doch genau der Knackpunkt. Grade weil die Wassertemperatur wenig schwankt, macht es keinen Sinn nach Wassertemperatur zu regeln. Und am Ende ist es auch völlig egal wie warm das Wasser ist, solange die Temperaturen auf der CPU und GPU da sind wo sie sein sollen. Bei uns in der Firma gibt es niemanden der seine Wasserkühlung nach Wassertemperatur regelt. Es ist wie mit der Regelung der Pumpendrehzahl, das macht auch keinen echten Sinn. Einmal richtig einstellen und gut ist.
 

Zerberus

Member
Das ist doch genau der Knackpunkt. Grade weil die Wassertemperatur wenig schwankt, macht es keinen Sinn nach Wassertemperatur zu regeln.
Deine aussage ist faktisch falsch und ich habe bereits erklärt wieso. Wenn du damit keine Erfahrungen hast, dann solltest du das vielleicht einfach mal testen.

Das einzig wichtige ist die Temperatur von deinem Kühlmedium und das die niedrig bleibt, das ist bei einer normalen Wasserkühlung so, das ist bei einer Wasserkühlung mit Kompressor so, bei dem man das Kühlmedium und damit auch die CPU unter Raumtemperatur bringen kann und das ist auch bei einer LN2 Kühlung so, bei der Stickstoff als Kühlmedium eingesetzt wird und Temperaturen unter 0 ermöglicht.

Es ist überall das gleiche, man muss schauen, dass die Temperatur vom Kühlmedium richtig/niedrig ist. Wie das passiert ist am ende egal. Daher macht es sehr wohl Sinn nach Wassertemperatur zu regeln, da Wasser in dem Fall eben dein Kühlmedium ist und die Temperatur dessen bestimmt, wie gut die CPU ihre Wärme abgeben kann. Die CPU kann schließlich nicht kälter werden als die Temperatur vom Kühlmedium/Wasser.

Du willst immer eine niedrige Wassertemperatur haben, das kann man eben direkt machen indem man ein Sensor oder mehrere nutzt oder indirekt über die CPU Temperatur. Das Ziel ist das gleiche, du lässt die Lüfter schneller laufen um die Wassertemperatur im Radiator zu senken.
 

Eddy

Iceman
Staff member
Du verstehst meine Aussage einfach nicht. Oder willst sie nicht verstehen. Mal am Rande, weder im Serversegment noch irgend ein Mitarbeiter in unserer Firma regelt nach der Wassertemperatur, weil es einfach zu umständlich ist.
Die grundlegende Aussage von dir bestreite ich nicht. Ich bin seit mehr als 25 Jahren im Kühlergeschäft. Anfangs Luft, später Wasserkühlung. Meine Aussage ist, es ist schlichtweg einfacher über die CPU oder GPU Temperatur zu regeln, weil man z.B. im Bios viel leichter Lüfterkurven anlegen kann, da der Temperaturunterschied zwischen Idle Temp und Last Temp viel höher ist. Dadurch kann man Lüfterkurven wesentlich feiner einstellen und konfigurieren. Und wenn man danach regelt, ist die Wassertemperatur am Ende völlig egal. Die Wassertemperatur schwankt wenig und ist zudem auch noch sehr träge. Wenn die CPU von Idle auf Max springt, steigt auch die Temperatur der CPU/GPU sehr schnell.
Die Wassertemperatur steigt hingegen sehr träge im Vergleich. Desto mehr Wasser im Kreislauf ist, desto träger ist der Temperaturanstieg. Und eine Regelung der Lüfter innerhalb eines Temperaturbereiches von ca. 10k ist einfach schwieriger im Bios oder in einer Software einstellbar.
 

Vanzin

Support
Staff member
Ich persönlich empfehle Kunden grundsätzlich die Lüfter auf eine feste RPM einzustellen. Benchmark an, Vollauslasten und dann Lüfter nach gewünschter Lautstärke und Temperatur einstellen. Steuern nach Wassertemperatur macht wenig Sinn, da die Temperatur zu langsam steigt und daher schwer zu regeln ist. CPU oder GPU Temperatur kann man machen, mir persönlich zu nervig. Wenn kurze Last vorhanden ist, brummen die Lüfter obwohl eigentlich nicht notwendig, da Wassertemperatur ja gleich bleibt für die kurze Zeit und daher auch keine höhere Kühlleistung vorhanden ist.
 
Top